Langzeitwunden

Chronische Wunden

Von einer chronischen Wunde spricht man, wenn eine Wunde trotz adäquater Therapie der Ursache und der Wunde selbst nach 4-6 Wochen keine Heilungstendenz zeigt. 

Die Ursachen für chronische Wunden sind vielfältig, wobei gefässmedizinische Ursachen mit 80% die häufigste Ursache darstellen (ca. 50% venös, 10% arteriell, 20% gemischt arteriell-venös bedingt). Die restlichen 20% verteilen sich auf eine Vielzahl verschiedener Ursachen (z.B. dermatologische Krankheitsbilder, Gefässentzündungen, neuropathische (durch Nervenschädigung bedingte) Druckgeschwüre, medikamentöse Nebenwirkungen…)

Diagnostik und Therapie

Aus oben gesagtem folgt, dass bei chronischen Wunden immer eine gefässmedizinische (venöse oder arterielle) Ursache ausgeschlossen werden muss. Dies erfolgt mit einer speziellen venösen und arteriellen Funktionsdiagnostik (s. auch Abschnitt „Schaufenster-Krankheit“ und “Krampfadern“). In manchen Fällen ist eine weiterführende Diagnostik mittels Gewebeentnahme aus derWunde (Biopsie) notwendig. Neben einer adäquaten Therapie der Wunde selbst, bei welcher das Konzept einer leicht feuchten Wundbehandlung im Vordergrund steht und moderne Wundverbandsstoffe zum Einsatz kommen, muss immer eine Therapie der zu Grunde liegenden Ursache der Wunde durchgeführt werden (also z.B. Verbesserung der Durchblutung bei arterieller Verschlusserkrankung oder Entstauung des Beins bei venöser Erkrankung).