Fettverteilungsstörung

Lipödem

Beim Lipödem handelt es sich nicht um ein eigentliches Ödem (also eine Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe), sondern um eine umschriebene, symmetrisch lokalisierte und im Vergleich zum übrigen Körper unverhältnismässig starke Vermehrung des Unterhaut-Fettgewebes an Beinen und/oder Armen, welches mit schmerzhaften Missempfindungen einhergeht.

Diagnostik und Therapie

Die Diagnose „Lipödem“ kann nicht durch apparative Untersuchungen gestellt werden. Im Zentrum der Diagnostik stehen ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung, wodurch sich Hinweise darauf ergeben, ob es sich tatsächlich um ein Lipödem oder allenfalls eine Übergewichts-bedingte vermehrte Fettgewebsansammlung handelt. Da sich die Beschwerdesymptome teils überlappen und unspezifisch sind, wird in der Regel einmal auch eine Krampfader-Erkrankung (Varikose) ausgeschlossen. Die Therapie des Lipödems beruht auf mehreren Pfeilern: Dazu gehören Gewichtsstabilisierung/Vermeiden von Übergewicht, Kompressionstherapie zur Linderung von Schmerzen und ggf. eine psychologische Anbindung zur Verbesserung der Selbstakzeptanz und Selbstkompetenz, da seelische Verstimmungen die Schmerzempfindung deutlich verstärken können. Ggf. kann in ausgewählten Fällen eine Liposuktion erwogen werden (nach 12-monatiger erfolgloser konservativer Therapie mit Kompression, manueller Lymphdrainage und Bestätigung der Erkrankung durch zwei Fachärzte werden die Kosten i.d.R. durch die Krankenkasse übernommen).