Vaskuläre Malformationen
Gefässmissbildungen
Es handelt sich um eher selten vorkommende, von Geburt an bestehende Gefässmissbildungen, welche an unterschiedlichsten Stellen des Körpers auftreten und je nach Lokalisation und Grösse unterschiedliche (bis teilweise auch keine) Beschwerden durch die entstehende Raumforderung verursachen können.
Die Gefässmissbildungen können prinzipiell alle Arten von Gefässen (Arterien, Venen, Lymphgefässe) betreffen. Durch hormonelle Einwirkungen kann es im Rahmen von Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahren (Klimakterium) zu einer Grössenzunahme der Malformationen kommen.
Diagnostik und Therapie
Mittels Ultraschall (farbkodierte Duplexsonographie) können bereits gute Hinweise auf die Grösse und Art der Gefässmissbildungen gewonnen werden. Ggf. benötigt man zur genaueren Bestimmung der Grössenausdehnung noch andere bildgebende Verfahren (wie z.B. eine Magnetresonanz-Angiographie, MRA). Da es sich um seltene Krankheitsbilder handelt, welche zum Teil bei falscher Behandlung auch einen erheblichen Wachstumsschub aufweisen können, arbeiten wir bei bestätigtem Vorliegen einer Gefässmissbildung eng mit dem Universitätsspital Zürich (Klinik für Angiologie) zusammen, wo die Patienten in einer speziellen «Malformations-Sprechstunde» gesehen und bei Bedarf fachgerecht behandelt werden können. So wird sichergestellt, dass seltene Krankheitsbilder an wenigen Zentren gehäuft gesehen und behandelt werden können, damit sich auch für seltene Krankheitsbilder eine möglichst grosse Expertise entwickeln kann.